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Das Mainboard
Öffnet man den Rechner, so fällt zunächst ins Auge: Eine große Steckplatine, auf die verschiedene Bauteile gesteckt oder gelötet sind.
Die Hauptplatine (Mainboard, Motherboard) ist der koordinative Dreh- und Angelpunkt des Computers. Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatte(n), Grafik- und Soundkarte sind an oder auf ihr fixiert. Das Motherboard sorgt dafür, dass die Daten von Prozessor, Chipsatz, Grafikkarte etc. zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankommen.
Beispiel für ein modernes Mainboard (Asrock)

An dieser Platine (Sockel 478) ist die Zeit schon etwas vorübergegangen. Statt IDE als Verbindungs- und Datenübertragungsstandard gilt mittlerweile SATA I bzw. SATA II als Richtlinie für Festplatten. SATA überträgt die Daten nicht wie bei IDE parallel, sondern paketweise (seriell). Zudem fällt die leidige Master/Slave-Steckbrückenbelegung weg, da SATA-Festplatten die Hierarchien untereinander regelt.
An diesem Mainboard befindet sich sogar noch der Anschluss für ein Diskettenlaufwerk. Auch dieses Bauteil fällt im Zeitalter von USB 2 immer mehr dem Fortschritt zum Opfer und wird werksseitig oft gar nicht mehr eingebaut.
ASUS-Motherboard mit 2 SATA-Anschlüssen (rote Anschlüsse links unten)
Formfaktor
Um die Bauform von Mainboards zu vereinheitlichen, wurden im Laufe der Zeit diverse Standards festgelegt. Einige waren Baby-AT, AT, BAT. Die aktuellen Standards sind das ATX- und das Mini-ATX Format. ATX wird in Zukunft durch das BTX-Format ersetzt werden. Diese Norm beinhaltet nicht nur Vorgaben zur Mainboardabmessungen, sondern auch für diverse Leistungs- und Sicherheitsmerkmale.
Gute Mainboards müssen nicht gleich große Löcher ins Haushaltsbudget reißen: Preisgünstige Boards gibt es schon für 35 Euro.
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