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 Arbeitsspeicher

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Arbeitsspeicher

 

Definition

Als “Arbeitsspeicher” wird der Speicher eines Computers definiert, in dem Programme und Nutzdaten abgelegt und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgerufen werden können. Der Unterschied zu Festplatten liegt im viel schnelleren Zugriff.

Festplatten haben den Nachteil, dass ihre Schreib-/Leseköpfe durch ihre Masse relativ träge reagieren. Zudem müssen die Informationsbits auch noch in die Substratsschicht “engrammiert” werden. Das alles kostet Zeit.

Die Schnelligkeit der Arbeitsspeicher werden jedoch durch einen entscheidenden Nachteil erkauft: Fällt der Strom aus, ist die Information verloren.

Aus diesem Grunde sollte man es sich angewöhnen, die Daten in regelmäßigen Abständen zwischenzuspeichern.

Die Zeitabstände, in denen gespeichert wird, lassen sich zumindest in WORD unter dem Menüpunkt “Extras” -“Optionen” einstellen.

 

Arbeitsspeicher - Bauarten und Bezeichnungen

 

EDO-RAM = Enhanced Data Output Random Access Memory (ab 1996)

Es bezeichnet einen dynamischen Speicherbaustein, der das “EDO-Verfahren” als Speicherzugriff nutzt. Dadurch werden die Lesezugriffe auf die Speicherbausteine beschleunigt.

Enhanced Output bedeutet verbesserte Datenausgabe. Während eines Lesezugriffs wird der nächste Lesezugriff schon begonnen bevor der noch laufende zu Ende ist. Eine Beschleunigung der Speicherzugriffszeit ist die Folge. Die Zugriffszeiten der EDO-RAMs liegen zwischen 70 und 100 ns (Nanosekunden) und werden durch die Taktung des Speichers bestimmt.

EDO-RAM

edo-ram

 

EDO-RAM wurde abgelöst von...

SDRAM = Synchronous Data Random Access Memory.

Diverse Nachteile der EDO-RAM-Speicher wurden eliminiert. Ergebnis war eine Verdoppelung der Leistungsfähigkeit, was sich in der Halbierung der Zugriffszeit niederschlug.

Zugriffszeit ca. 8 Nanosekunden (ns)

SDRAM (2 Kerben)

sdram-gross

 

DDRAM 1 - 3

DDRAM = Double Data Random Access Memory, Double Data deutet auf eine Verdoppelung des Datentransfers hin, und zwar wird bei jedem Takt 1 Bit zu Beginn sowie ein Bit am Ende des Taktes verschoben. Auch diese Maßnahme führte zu einer Leistungssteigerung im Sinne der Verkürzung der Zugriffszeit (5 ns).

Die DDRAM in unterschiedlich schneller Taktung ist der derzeitige Stand der Technischen Entwicklung.

Schnellste Ausführung ist zurzeit (Stand 01/2009) DDRAM 3. Siehe auch Tabelle unten.

DDRAM (1 Kerbe)

ddram-kingston

 

 

DDR 1, DDR 2 und DDR 3 im Leistungsvergleich

Speicherbaustein

DDR 1

DDR 2

DDR 3

Taktfrequenzen

100 - 200 MHz
(DDR 200 - DDR 400)

200 - 400 MHz
(DDR 2/400 - DDR 2/800)

400 - 800 MHz
(DDR 3/800 - DDR 3/1600)

Takt-Verhältnis I/O-Einheiten zu Speicherzellen

1:1

1:2

1:4

Takt der Speicherzellen

200 MHz bei DDR 400

200 MHz bei DDR 2/800

200 MHz bei DDR 3/1600

Speicherspannung

2,5V (± 0,2V)

1,8V (± 0,1V)

1,5V (± 0,075V)

 

Arbeitsspeicher aufrüsten

 Folgendes ist beim Ein- und Ausbau zu beachten:

  • Rechner vom Stromkreis trennen - Kabel abziehen - Gehäuse öffnen
  • Vor dem Auswechseln des Speicherriegels für Potentialausgleich sorgen und die Spannung des eigenen Körpers an Heizung, Wasserleitung o.ä. ableiten, damit die empfindlichen Elektronikbauteile keinen Schaden durch Überspannung nehmen
  • Welchen Speicher Ihr Mainboard unterstützt, steht in der Anleitung. Besser: Riegel ausbauen, in eine antistatische Verpackung schieben und dem Händler vorlegen
  • den alten Riegel vorsichtig entnehmen, indem die Sie die Halteklammern auseinanderdrücken
  • neuen Riegel einsetzen und dabei auf die Lage der Stege achten; keine rohe Gewalt anwenden
  • Speicher sanft aber fest in den Slot drücken und darauf achten, dass die seitlichen - hellen - Halteklammern hörbar einrasten
  • Sollten beim Hochfahren kryptische Fehlermeldungen erscheinen, kann es am Speicherriegel selbst liegen. Besonders bei No-Name-Produkten kommt das schon mal vor. In diesem Falle Speicherriegel austauschen.

 

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